Psychologische Praxis Wesner

Theoretische Grundlagen und Methodik meiner Arbeit

1.) Mein zugrundeliegendes psychologisches Verständnis des Menschen

Ich begleite Menschen seit fast 30 Jahren in unterschiedlichen beruflichen Kontexten. Diese intensive Begegnung mit Menschen lehrte mich, dass persönliches Wachstum, Reifung und auch Heilung nur in Verbindung mit einem tieferen Verstehen und der Entwicklung von Bewusstsein möglich ist. 

Aus meinem bisherigen Lebensweg, der sowohl meine persönlichen als auch meine beruflichen Erfahrungen und Ausbildungen beinhaltet, entwickelte ich ein „Mehrdimensionales Menschenbild“, das meinem Leben,  meiner Arbeit und der Begegnung mit Menschen als Grundlage dient:

Jede Frau/jeder Mann ist ein Körper-Seele-Geist-Subjekt (Leibliches Selbstsystem) auf ihr/sein Umfeld bezogen und entwickelt sich durch ihre/seine eigene Geschichte.

Insofern ist jede Frau/jeder Mann einzigartig! 

Sowohl Körper (Soma), Psyche (Seele) als auch Spirit (Geist) stellen Systeme unterschiedlicher Ebenen dar, die durch das zirkuläre Zusammenwirken ihrer einzelnen Aspekte entstehen, die miteinander verbunden sind und sich gegenseitig bedingen. Da ein System  immer versucht sein inneres Gleichgewicht (Homöostase) aufrechtzuerhalten reguliert es sich selbständig durch Veränderung und Stabilisierung. 

Das Leibliche Selbstsystem des Menschen stellt den „beseelten Körper“ dar. Er ist die dynamische Einheit von Körper, Psyche und Spirit – Bewegung und Körper sind daher Ausdruck des ganzen Menschen und seiner Geschichte. Dieses Konzept der Leiblichkeit verbinde ich mit meiner psychologisch-systemisch-phänomenologischen Sichtweise, deren Grundlage die Selbstorganisation des Menschen ist. Entwicklung wird dabei als lebenslanger Prozess gesehen, deren Grundstruktur der Kreis bildet. 

Unser westliches Weltbild ist hierarchisch - linear (vertikal), alles Leben verläuft jedoch zyklisch, in Kreisläufen (denken wir nur an die Abläufe in der Natur, in unserem Körper gibt es Kreislaufsysteme). Trotzdem glauben die Menschen seit der Antike daran, Erfolg bestehe darin, die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten zu finden. Menschen brauchen jedoch eine horizontale Struktur, um wirklich zu verstehen und uns entfalten zu können, v.a. wir Frauen, denn der Kreis ist ein weibliches Lebensprinzip!!!

  • Der Kreis als horizontale Struktur bietet folgende Möglichkeiten:
    • Im Kreis bewegt sich alles auf einer Ebene
    • Alles im Kreis ist zu jeder Zeit sichtbar
    • Alles hat einen klar definierten Platz
    • Im Kreis steht alles mit allem in Verbindung (in Beziehung)
    • Es gibt unterschiedliche Formen der Verbindung:
      Die Opposition (zwei Prinzipien oder Qualitäten stehen sich spannungsgeladen gegenüber und üben auf diese Weise Druck aufeinander aus)
      Die Konjunktion (zwei oder mehrere Prinzipien oder Qualitäten stehen zueinander in einer bestimmten Konstellation in Beziehung und stärken und ergänzen sich)
    • In einem Kreis entsteht ein vielfältiges Beziehungsgeflecht (im Gegensatz zur linearen Sichtweise)
    • Es gibt keinen Anfang und kein Ende (das Ende ist zugleich der Anfang und umgekehrt)
    • Der Kreis ist eine klare Begrenzung 
  • Die Auswirkungen einer Kreisstruktur:
    • Weil sich alles auf einer Ebene bewegt, wird nicht bewertet
    • Die Komplexität des Seins wird sichtbar und zum Teil verstehbar
    • Da es auf einer Ebene Begrenzung gibt, wird die lineare Sicht- und Verhaltensweise (immer mehr, immer weiter,….) verhindert 
    • Wird unser Weltbild mehrdimensional, dann wird aus dem Kreis die Spirale (ein weiteres grundlegendes Lebensprinzip)
    • Das Gegensatzpaar erfährt eine erweiterte Perspektive durch die Suche nach der Verbindung (die „dritte“ Seite der Medaille)
    • Die zirkuläre, zyklische Sichtweise verhindert eine einseitige „Entweder-Oder“ – Haltung und erweitert die (schwammige) „Sowohl-als-auch“ – Haltung um ein „mehr oder weniger“ des gerade Erforderlichen oder Notwendigen.

Die Aspekte Spirit, Höheres Selbst und Universelles Bewusstsein entziehen sich großteils der sprachlichen Definition (da unsere Sprache psychosomatisch ist), ich sehe diese Dimensionen des menschlichen Seins als eine Erweiterung der natur- und geisteswissenschaftlichen Psychologie durch die Erkenntnisse der Feministischen und Transpersonalen Psychologie.

Feministische Psychologie

Die feministische Psychologie der letzten 50 Jahre versucht die allgemeinen Aussagen der Psychologie auf ihre Gültigkeit in Zusammenhang mit der weiblichen Entwicklung zu überprüfen, da durch die lineare Sichtweise viele psychologische Modelle nur im männlichen Modus um am männlichen Modell aufgestellt wurden. Ebenso wurde die gesamte Genderforschung angeregt durch die Erkenntnisse der feministischen Psychologie.

Transpersonale Psychologie

Die Transpersonale Psychologie  beschäftigt sich mit der Bewusstseinsentwicklung des Menschen in einem erweiterten Rahmen als die bisherigen natur- und geisteswissenschaftlichen Modelle. V.a. die Wiederentdeckung der weiblich-spirituellen Weisheiten fließt sehr stark in mein psychologisches Grundverständnis des Menschen ein. 


 

2.) Systemische Erkenntnistheorie

Unter System versteht man ein kybernetisches Netzwerk das Informationen verarbeitet, oder jede Einheit, die „feed-back – Struktur“ beinhaltet und deshalb fähig ist, Information zu verarbeiten.

  • Die wichtigsten Eigenschaften eines Systems sind:
    • Ein System besteht aus mehreren Teilen, die verschieden voneinander sind und die zu einem bestimmten Aufbau miteinander vernetzt (organisiert) sind.
    • Ein System versucht immer sein Gleichgewicht (Homöostase) aufrechtzuerhalten (ist nur möglich durch Stabilisierung und Veränderung)
    • Die Regelkreise, die die Prozesse in einem System steuern sind positive und negative Feedbackschleifen
    • Systeme verschiedener Ebenen koevolvieren miteinander (dh. sie beeinflussen und bedingen sich gegenseitig)

Allen systemtheoretischen Überlegungen liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ein System in seiner Ganzheit sich qualitativ neu und anders verhält als die Summe seiner isoliert betrachteten Einzelelemente. Der im Rahmen der systemischen Familientheorie verwendete Systembegriff ist mit dem der Kybernetik (Lehre von der Bewegung, die sich mit Gesetzmäßigkeiten in den Abläufen von Steuerungs- und Regelungsvorgängen beschäftigt) identisch – er enthält allgemeine Systemmerkmale wie: Regelung, Verarbeitung und Speicherung von Informationen, Anpassungsfähigkeit, Selbstorganisation (Autopoiese), Zirkularität.

  • Soziale Systeme - Familiensysteme

Eine Familie ist ein Ökosystem – dahinter steht die Dynamik des Lebens, welche sich in der Familie auf besondere Weise manifestiert, nämlich als Dynamik des Wachsens und sich Entfaltens von Leben in verschiedener Ausprägung. Leben das sich entfaltet hat laufenden Bedarf nach dem, was diesem Wachstum dienlich ist. Dieser Bedarf ist vielfältig. Leben und Bedarf erzwingen so Regelungen und führen zu einer organisierten Komplexität.

Zusammengefasst wird ein soziales System definiert, als ein zwischenmenschliches System, das gemeinsame sinn- und/oder zielsuchende Selbstregulationsprozesse entwickelt, aufrechterhält oder verwirft. Im Verlauf der gemeinsamen Geschichte bildet das soziale System Regelkreise, die den Gruppenprozess steuern. Diese Regelkreise lassen sich auch als Feedbackschleifen beschreiben.

  • Regelkreis/Rückkoppelung/Feedback

Das fundamentale Funktionsprinzip aller Regelkreisstrukturen ist die Rückkoppelung, bei der Ausgangsgrößen auf Eingangsgrößen zurückwirken. Das bedeutet, dass die Folgen eines Verhaltens auf dessen weiteren Verlauf zurückwirken. Derartige Rückkoppelungsstrukturen bilden einen wesentlichen Bestandteil kybernetischer Systeme und kennzeichnen vor allem lebende Systeme, sie sind Voraussetzung für deren Überleben in einer sich verändernden Umwelt. 

Im allgemeinen besteht ein Regelsystem nicht nur aus einem einzigen Regelkreis, sondern aus mehreren miteinander in Wechselbeziehung stehenden, „vermaschten“ Regelkreisen mit mehreren Reglern, die sich wiederum gegenseitig beeinflussen (Zirkularität).

  • Systeme unterschiedlicher Ebenen koevolvieren

Aus systemisch-phänomenologischer Sicht ist auch der Mensch als Individuum ein System (siehe dazu: leibliches Selbstsystem im Mehrdimensionalen Menschenbild) – nur auf unterschiedlicher Ebene. Selbstsystem des Individuums und Familiensystem stehen in einer ständigen Wechselbeziehung, dh. Selbstkommunikation, Befindlichkeit und Verhalten eines Individuums wird durch die soziale Umgebung (Kontext) beeinflusst, gleichzeitig wird diese jedoch durch das Individuum mitgestaltet. 

  • Systemisches Symptomverständnis 

Um ein „Phänomen“ zu verstehen ist es bei dieser Sichtweise notwendig, dieses Phänomen im Kontext des oder der Systeme zu sehen, die für dieses Phänomen relevant sind, bzw. in das oder die es eingebettet ist. 

Eine zirkuläre Betrachtungsweise befasst sich nicht mit Ursachen und Wirkungen, sondern dem komplementären (sich gegenseitig ergänzenden) Ineinanderpassen der Beziehungen der Familienmitglieder und der kreisförmigen Verflochtenheit der Verhaltensweisen in der Familie. 

Basierend auf dem kybernetischen Symptomverständnis haben Symptome (krankhafte Veränderungen, Störungen,…)  innerhalb menschlicher Beziehungen eine Kommunikationsfunktion. In einem gegebenen kulturellen, subkulturellen oder familiären Kontext stellen sie eine Art Sprache dar: Sie haben eine bestimmte Bedeutung und Grammatik, es gibt Regeln darüber, wie auf ein bestimmtes Symptomverhalten zu reagieren ist. Jemand der sich depressiv und niedergeschlagen zeigt, veranlasst beispielsweise seine Mitmenschen, ihn zu trösten und aufzumuntern. Aus diesen und ähnlichen Regeln entwickeln sich Rückkoppelungskreise. Sie bedingen, dass sich Symptome stabilisieren bzw. unabhängig von ihrer Entstehung im Interaktionssystem spezifische Funktionen übernehmen. Nur in einem bestimmten Kontext (gesellschaftliche Norm!) erscheint für die Bobachter oder das betroffene Individuum als Selbstbeobachter/in ein bestimmtes erhalten als krankhaft; innerhalb der „Logik“ des sozialen Systems in dem es auftritt ist es aber natürlich passender Bestandteil der Struktur dieses Systems, weil wäre es nicht passend, bzw. funktional im Beziehungsmuster des betreffenden Systems, so hätte es sich dort nicht stabilisiert. Solange also das Symptom nur negativ, als möglichst schnell zu beseitigende „Störung“ betrachtet wird, geht dessen positiver funktionaler Aspekt verloren. 


 

3.) Leib- und Bewegungstheorie

Die Integrative Leib- und Bewegungstheorie basiert auf dem Fundus phänomenologischer und tiefenpsychologischer Theorien. Der Schwerpunkt liegt im Medium „Bewegung“. Ausgangspunkt der Integrativen Leib- und Bewegungstherapie bilden die vom Menschen (oder von der begleitenden Person) wahrgenommenen Phänomene der Körperhaltung und des Körperausdrucks wie Bewegung, Stimme, Atmung, Mimik, emotionale Befindlichkeit. Diese ganzheitliche Methodik psychophysischer Arbeit basiert auf der Theorie des Leib-Subjekts. Der „Leib“ und die in ihm „eingefleischte“ Geschichte  stehen im Mittelpunkt des Prozesses. So wie sich jedes Gefühl der Trauer, Wut, Freude, Angst,… in Gestik, Mimik, Körperhaltung und Bewegung ausdrückt, kann sie sich auch im Körper einprägen. Die wahrgenommenen Phänomene bilden Wegweiser zu Mustern und Bedeutungs- und Sinnzusammenhängen, die Zugang zur Lebensgeschichte ermöglichen. 

Leib ist etwas anderes als Körper. Er ist der belebte, beseelte, lebendige Körper, und stellt  somit eine Lebendigkeit dar, die Bewusstsein und Personalität hat.

Über den Weg der Erfahrung erfolgt Leibwerdung. So ist der Leib in erster Linie ein Wahrnehmungsphänomen, welches sich im eigenleiblichen Spüren aufbaut. Der Mensch ist jedoch auch Teil dieser Welt, weil er ihr koexistiv zugehört, er erfährt  seine eigene Existenz „vom Leib her“ auch in selbstbewussten, in grenzziehenden Wahrnehmungen, im Denken und Fühlen der Anderen. Durch Grenzziehung und Distanznahme gewinnt der Mensch „Exzentrizität“, die Möglichkeit, sich und andere von außen zu betrachten – dies bei gleichzeitiger Verbundenheit, d.h. Zentriertheit im eigenen Leib, in der eigenen Lebenswelt und Lebensspanne. In der Zwischenleiblichkeit, in dieser basalen, menschlichen Erfahrung von Beziehung liegt ein Grundmuster früher Bezogenheit, die in der professionellen Begleitung aktualisiert wird und in ihr liegt die heilende Wirkung dieses Geschehens. Der Leib ist daher die Einheit von Körper, Geist und Seele auf sein Umfeld bezogen und von der eigenen Geschichte geprägt. Die Methode der Integrativen Bewegungs- und Leibtheorie basiert auf den vier Aspekten des Leibes:

  • Funktionaler Aspekt des Leibes
    Dieser Aspekt stellt die Ebene der Körperfunktionen dar (zB gehen, stehen, Kreislauf, Atmung,..). „Was mache ich mit meinem Körper?“
  • Perzeptiver Aspekt des Leibes
    Dieser Aspekt stellt die Ebene der Wahrnehmung und Empfindung dar. „Was spüre ich?“
  • Expressiver Aspekt des Leibes
    Dieser Aspekt stellt die Ebene des emotionalen Ausdrucks und der Kommunikation dar (zB Körperhaltung – welcher Ausdruck ist darin, wie fühlt es sich an,…). „Was fühle ich?“
  • Memorativer Aspekt des Leibes 
    Dieser Aspekt stellt die Ebene der Erinnerungen und Erfahrungen dar. „Woran erinnert mich das?“ 

 

4.) Kreativer Tanz

Der lebendige Leib in Bewegung ist die Grundlage aller Wahrnehmung, jeder Kommunikation, jeder Emotion und selbst des feinsinnigsten Gedankens.

Tanz ist der elementarste Ausdruck von Information. Im Tanz äußern wir, was uns bewegt. Tanz ist Gleichzeitigkeit von Ein- und Auswirkung, von Form und Gelöstheit. Tanz ist angeregter und anregender Seinszustand. Ohne Form (und sei sie noch so unvorstellbar winzig, wie etwa ein subatomares Teilchen) gibt es keinen Tanz. Aber genauso kann ich sagen, ohne Nichtform, ohne Schwingung (sei sie hörbar oder unhörbar) gibt es keinen Tanz. Und ohne Tanz gibt es weder Form noch Nichtform. Tanz ist mater-iell!

Diese beiden Aussagen stellen für mich in komprimierter Form die Grundlagen aller theoretischen Überlegungen zum Thema Bewegung und Tanz dar. Erstens: Leiblichkeit ist die Grundlage allen menschlichen Seins und zweitens: Tanz entsteht durch Verbindung und ist daher ein grundlegendes weibliches Prinzip. Die Verbindung von Bewegungsabläufen und Rhythmen, die zu Bewegungsmustern werden, aber auch die Verbindung von Form und Nichtform, von Materie (Körper) und Schwingung (Bewegung, Spirit, finales Prinzip).

Die tanzende Bewegung ist mit dem menschlichen Sein tief verbunden. Sie bietet die Möglichkeit des persönlichen Ausdrucks, der Mitteilung, der Befreiung, der Beachtung, der Begegnung mit anderen, des sich Miteinander Bewegens und Gestaltens. In der Bewegung und im Tanz erfahren wir uns unmittelbar selbst und ermöglichen uns, diese Erfahrungen zu verdeutlichen, auszudrücken und zu erweitern und auch in Beziehung zu treten. 

Das Selbstsystem des Menschen und das Leben sind in Bewegung, beinhalten die Elemente Raum, Zeit und Kraft, sind im Fluss, rhythmisch, zyklisch, z.T. in Mustern ablaufend – und all dies finden wir im Tanz wieder. Insofern stellen für mich die Begriffe Selbstsystem (leiblich) – Leben – Tanz Synonyme dar.

Die Grundlagen des Kreativen Tanzes bilden dabei die Bewegungselemente nach Rudolf Laban:

  • Körper
    Was bewege ich? (Körperaktivitäten, Körperteile, Körperform)
  • Raum und Form
    Wo bewege ich mich? (Ausdehnung, Ebenen, Richtung, Muster)
  • Energie und Dynamik
    Wie bewege ich mich? (Raumrichtung, Zeit, Kraft, Bewegungsfluss, Basisaktionen)
  • Beziehung
    Wer bewegt sich mit? (Ich, Andere, Gruppe)

In allen Kulturen und zu allen Zeitepochen tanzten die Menschen zu verschiedenen Anlässen (Heilung, Meditation, Feiern, Geburt, Fruchtbarkeit, Jagd,…..). Der Ausdruck durch Bewegung ist älter als der Ausdruck durch Sprechen. Natürlich gab und gibt es immer Einschränkungen in und Bewertungen der tanzenden Bewegung. Im Kreativen Tanz befreien wir uns von eingeschränkten Sicht- und Erlebensweisen des Tanzens und verbinden uns mit unserer ureigensten tanzenden Bewegung um

  • in Bewegung zu kommen
  • Emotionen auszudrücken
  • Kräfte zu befreien
  • Themen bewusster zu erleben
  • Sinne zu aktivieren und zu sensibilisieren
  • das Selbstbewusstsein zu stärken
  • die Ausdruckskraft zu erweitern
  • Gemeinsamkeit zu fördern
  • Lust und Spaß zu haben 

 

5.) Kreative psychologische Methoden

Allen kreativen Methoden der psychologischen Begleitung und Behandlung liegt das Prinzip der „Externalisierung“ zugrunde. Es geht dabei darum, inneren psychischen Prozessen und Zuständen mit Hilfe eines Mediums Ausdruck zu verleihen, um so eine tiefere Auseinandersetzung und Bewusstwerdung zu ermöglichen. Diese sogenannten „intermediären Objekte“ können sein:

  • Bilder 
  • Puppen und Figuren unterschiedlicher Art (zB Handpuppen, Figuren aus dem Systembrett,…)
  • Verschiedene Naturmaterialien (Steine, Blumen,…..)
  • Verschiedene Gegenstände (zB Schmuck,…)
  • Verschiedene Symbole

Neben der Arbeit mit intermediären Objekten verwende ich auch Methoden denen  Kunst- und maltherapeutische Ansätze zugrunde liegen. Diese schaffen einen Zugang zu einem intuitiven Wissen, weiters wird dabei die Entfaltung des schöpferischen Potentials unterstützt, Selbstheilungskräfte aktiviert und Bewältigungsformen im Umgang mit Lebensaufgaben erweitert. Bilder und Werke von Menschen sind Gestaltungen, in denen die symbolisierende Sprachkraft unserer Psyche sich ausdrückt. Dabei werden Symbole gebildet, die eine Brückenfunktion zwischen bewussten und unbewussten Inhalten darstellen.

Spontane Bilder sind eine zuverlässige Quelle psychischer Information und genauso aussagekräftig wie Träume. Wie die Traumsprache ist auch die Bildsprache eine Sprache des Unbewussten und sie spricht, wenn die bewusste Stimme versagt.

Die Mal- und gestaltungstherapeutischen Ansätze basieren auf Erkenntnissen und Modellen der Tiefenpsychologie C.G. Jungs, deren Grundhaltung ist, den Menschen schöpferisch werden zu lassen so dass es dem Selbst möglich wird, hervorzutreten, sich ins Sichtbare zu verdichten. 

Die Wirkfaktoren therapeutischen Malens und Gestaltens ist sowohl der Gestaltungsprozess selbst, der sich dabei mit vollziehende Imaginations- bzw. Symbolisierungsprozess, der Reflexionsprozess als auch de Begegnungs- und Beziehungsprozess.